Microliving ist längst mehr als ein Trend – es ist eine nachhaltige Antwort auf den Wandel moderner Lebens- und Arbeitsformen. Immer mehr Menschen leben temporär in Städten wie unter anderem Hamburg, wechseln beruflich häufig den Standort oder bevorzugen ein vollständig ausgestattetes Zuhause auf Zeit. Entsprechend stark steigt die Nachfrage nach hochwertigen, möblierten Kleinapartments mit All-in-Mieten.
Der Abstand zwischen klassischer Kaltmiete und der sogenannten All-in-Miete liegt derzeit bei rund zehn Euro pro Quadratmeter. Für Investoren in Hamburg ergibt sich daraus ein überdurchschnittlich attraktives Rendite-Risiko-Profil, das Microliving-Projekte zu einer spannenden Anlagealternative macht.
Microliving – Konzept und Marktpotenzial
Unter dem Begriff Microliving werden unterschiedliche Wohnformen zusammengefasst – vom studentischen Wohnen über Serviced Apartments und Co-Living-Konzepte bis hin zu Senior Living.
Allen gemeinsam ist das Prinzip der kompakten, möblierten Einheiten (meist 18 bis 35 m²), die zeitlich befristet und mit umfassenden Serviceangeboten vermietet werden.
Zu den typischen Inklusivleistungen zählen:
Im Gegenzug zahlen die Bewohner eine All-in-Miete, die sämtliche Nebenkosten abdeckt und den Komfort eines modernen, unkomplizierten Wohnens bietet.
Marktentwicklung in Deutschland
Microliving hat sich in den vergangenen Jahren fest am deutschen Investmentmarkt etabliert.
Das Transaktionsvolumen stieg von unter 200 Mio. € (2011–2013) auf ein Rekordniveau von ungefähr 1,7 Mrd. € im Jahr 2021. Auch wenn das Volumen infolge veränderter Finanzierungsbedingungen zuletzt auf rund 400 Mio. € zurückging, wuchs der Marktanteil dennoch auf 5,5 % des Gesamtmarkts – Tendenz weiter steigend.
Trotz des Wachstums verdrängt Microliving das klassische Wohnen nicht, sondern ergänzt es sinnvoll – insbesondere auf Flächen, die planungsrechtlich als gewerbliche Nutzungen ausgewiesen sind.
In Metropolen wie Berlin, München und Hamburg liegt die Auslastung vieler Objekte nahe 100 %. Auch B- und C-Städte (z. B. Bonn, Kaiserslautern, Nürnberg) verzeichnen steigende Nachfrage – ein deutliches Zeichen für die breite Akzeptanz und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Segments.
Investmentchancen: Hohe Nachfrage und stabile Renditen
Für Investoren bieten Microliving-Projekte eine lukrative Kombination aus Flexibilität, Stabilität und Ertrag:
Durch den steigenden Bedarf an kompaktem Wohnraum eröffnen sich auch neue Potenziale im Bereich Neubau, Umnutzung von Büroflächen oder Konversion bestehender Immobilien.
Beispielhafte Projekte wie die Umwandlung des ehemaligen DDR-Devisenministeriums in Berlin zeigen, wie erfolgreich Bestandsobjekte in moderne Microliving-Konzepte integriert werden können.
Zielgruppen: Mobil, urban, international
Microliving spricht insbesondere:
Diese Zielgruppen legen Wert auf Standortqualität, Ausstattung und Flexibilität – Faktoren, die Microliving-Angebote besonders attraktiv machen.
Konversion und Umnutzung: Chancen für Bestandshalter
Angesichts des strukturellen Wandels am Büromarkt sehen wir großes Potenzial in der Umplanung und Konversion von Bestandsgebäuden.
Nicht selten lassen sich ehemalige Büro- oder Verwaltungsgebäude wirtschaftlich sinnvoll in Microliving-Apartments umgestalten. So entstehen moderne, zukunftsfähige Wohnformen – bei gleichzeitig nachhaltiger Nutzung vorhandener Bausubstanz.
Gerade für Eigentümer in urbanen Lagen eröffnet dies neue Wertschöpfungspotenziale, die weit über klassische Vermietungskonzepte hinausgehen.
Fazit: Microliving als Zukunftsmarkt
Microliving ist ein wachsendes Marktsegment mit überzeugenden wirtschaftlichen Kennzahlen, hoher Nachfrage und nachhaltiger Perspektive.
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